Jedes Mal wenn Frauchen schon abends Campingsessel, Sonnenschirm und meine Hundedecke ins Auto packt, weiß ich, dass wieder ein lustiger Turniertag bevorsteht. So auch letzten Sonntag. Das frühe Aufstehen macht mir nicht so viel aus, aber Frauchen gähnt während der gesamten Autofahrt.
Am Platz angekommen, habe ich gleich viel zu tun. Eine Menge unbekannte, aber auch bekannte Hundedüfte müssen identifiziert werden, um einen ersten Eindruck von der Konkurrenz zu bekommen. Nun beginnt das lange Warten auf den ersten Auftritt. Unterordnung ist nicht meine Stärke, da muss ich schon ein bisschen meinen Akita-Dickschädel gegen Frauchen durchsetzen. Sie hat mir eine große Leberwurst versprochen, aber wo war die nur? Während der ganzen Unterordnung habe ich sie gesucht, und Frauchen hat dann ziemlich panisch und böse reagiert...
Ich glaube, ich hatte nach der Unterordnung einiges bei Frauchen gut zu machen, aber jetzt kamen ja die lustigen Bewerbe. Diesmal war die Hindernisbahn die erste Laufdisziplin. Die Veranstalter hatten das sehr gut durchdacht, denn dieser Teil der Wiese lag als erster im Schatten. Beim Slalom spürten wir die Hitze auch nicht so sehr, da der Schatten nun schon dorthin weitergewandert war, und ich konnte so richtig wild meinem Frauchen nachjagen. Das machte Spaß.
Zwischen den Bewerben durfte ich immer zur Abkühlung zum Wasser, aber sehr weit gehe ich in dieses unheimliche Element ohnehin nicht hinein.
Beim abschließenden Hürdenlauf habe ich meinem Frauchen noch einmal gezeigt, wer von uns beiden der wirkliche Laufchampion ist, und sie ordentlich abgehängt. Ich warte aber immer kurz vorm Ziel, damit sie nicht gar so frustriert ist. Sie war, denke ich, jetzt wieder sehr zufrieden mit mir, und ich konnte mich im Schatten der schönen alten Bäume am Heustadlwasser ausschlafen.
Bei der Siegerehrung zerrt sie mich dann immer nach vorne zu den netten Damen und Herren, denen sie die Hände schüttelt. Ich möchte da am liebsten nur meine Ruhe haben, aber – siehe da – diesmal gab´s auch für unsereins Leckerli! Ein aufregender und schöner Tag am Heustadlwasser war zu Ende, das drohende Gewitter war nicht gekommen, und ich freue mich schon auf´s nächste Turnier.
Wuff
Eure RaRa